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9.11.2017: Honigernte 2017 fällt sehr gut, teilweise überdurchschnittlich gut aus

Laut einer Meldung von apisuisse ist die Schweizer Honigernte 2017 dank des guten Wetters mit vielen Sonnentagen, aber auch mit genügend Regen sehr gut ausgefallen, speziell die Sommerhonigmenge. Der seit 2011 zu beobachtende Zweijahresrhythmus setzte sich 2017 um ein weiteres Jahr fort.

An der Internetumfrage von apisuisse, dem Dachverband der Schweizer Imker, haben 1072 Imker und Imkerinnen mit 1274 Standorten in der ganzen Schweiz und Liechtenstein teilgenommen. Das seien erfreuliche 21% mehr als im Vorjahr.

Das Jahr 2017 steht im schönen Kontrast zu 2016, als in einigen Regionen der Schweiz und Liechtensteins die Honigernte und speziell die Sommerhonigernte buchstäblich ins Wasser gefallen sind und die Kessel leer blieben. Schon früh zeichnete sich heuer dank des sonnigen und warmen Wetters eine gute bis sehr gute Honigernte ab. Die Regenperioden waren nur kurz, oft sogar nur in der Nacht, und sorgten für guten Nektarfluss und begünstigten die Honigtau-Erzeugung. Starke Gewitter mit Hagelschlag, die diese optimalen Bedingungen zerstört hätten, gab es nur sehr lokal. Dabei hatte es Ende April noch eine einwöchige Kälteperiode mit Schnee und Frost bis zu -10 Grad im Mittelland gegeben. Dadurch wurden viele blühenden Obstkulturen zerstört, und tatsächlich fiel die Frühlingshonigmenge auch schlechter als der langjährige Jahresdurchschnitt von 8,1 kg aus. Mit der fehlenden Blütentracht flogen die Bienen danach früher als in anderen Jahren in die Wälder, um Honigtau zu sammeln, woraus sie Blatt- oder Tannenhonig produzieren. Die Frühlingshonige – sonst goldgelb – sind dieses Jahr auffallend dunkel, weil sie bereits hohe Anteile von Waldhonig haben. Sie kristallisieren dafür langsamer. Waldhonige zeichnen sich nebst der dunklen Farbe auch durch ihren wunderbaren balsamischen und aromatischen Geschmack aus.

Ein interessanter Trend bei der Honigernte setzt sich auch 2017 fort: Seit 2011 gibt es ein Zweijahresmuster mit guten Waldhonigjahren 2011, 2013, 2015 und jetzt 2017 jeweils gefolgt von mageren Honigjahren 2012, 2014 und 2016. Setzt sich dieser Trend weiter fort, so dürfte die Ernte im 2018 wohl wieder geringer ausfallen.

Die Sommerhonigmengen waren in allen Kantonen überdurchschnittlich, in den Kantonen Basel Stadt, Nidwalden und Tessin wurden sogar die Rekordmengen des Jahres 2015 übertroffen. Die Jahresgesamterntemengen 2017 liegen in allen Kantonen und in Liechtenstein auf sehr gutem Niveau. Ohne die Ausfälle durch den Kälteeinbruch im April wären neue Rekordwerte möglich gewesen. Wie in den Vorjahren ragen die nördlichen Kantone Schaffhausen, Jura und Neuenburg heraus. Dort wurden über 30 kg Honig pro Wirtschaftsvolk geerntet. Die Kantone Appenzell Innerrhoden, Glarus und Wallis liegen zwar am Schluss der Rangliste, aber auch hier konnten mit über 15 kg pro Volk noch ansprechende Honigmengen geerntet werden, was die Totalausfälle des Vorjahres etwas kompensiert.

Quelle und weitere Informationen
Medienmitteilung von apisuisse vom 2.11.2017

5.10.2017: Völker für den Winter vorbereiten

Sehen Sie jetzt Ihre Völker durch:

  • Haben Ihre Völker noch nicht rund 20 kg Futtervorräte eingelagert, führen Sie noch eine abschliessende Fütterung durch.
  • Kleine, aber gesunde Völker, sind mit anderen zu vereinen, damit sie für den Winter stark genug sind.
  • Serbelvölker sind abzuschwefeln. Sie sind erkennbar an einem lückenhaften Brutnest, an der fehlenden Volksentwicklung und an ihrem aggressiven Verhalten.
  • Wollen Sie Ihren Völkern noch eine neue Königin zusetzen, herrschen dafür momentan gute Voraussetzungen.
15.9.2017: Züchtertagung SCIV 2017 - jetzt anmelden!

Am Samstag, 7. Oktober 2017, führt die Schweizerische Carnicaimker-Vereinigung in Reiden (LU) die Züchtertagung SCIV 2017 durch. Dieses Weiterbildungsangebot richtet sich an Prüfstandleiter, Belegstellenleiter sowie an interessierte Carnica-Züchter. Die Details sind im beiliegenden Tagesprogramm ersichtlich.

Wir freuen uns auf einen kurzen Rückblick auf das vergangene Bienenjahr, das Fachreferat von Franz Hodel zum Thema «Aufbau und Führung von Drohnenvölkern» sowie den zukunftsorientierten Austausch in Themengruppen.

Die Teilnahme an dieser Weiterbildungsveranstaltung ist für SCIV-Mitglieder kostenlos.

Das Mittagessen (Steinpilzsuppe, Hirschpfeffer mit Spätzli und Rotkraut sowie ein Dessert mit Kaffee für CHF 30.-) und die Getränke während der Veranstaltung gehen zu Lasten der Teilnehmenden. Sie werden vom Servicepersonal des Hotel Restaurant Sonne vor Ort eingezogen.

12.9.2017: Zeit für die 2. Ameisensäurebehandlung

Der Bienengesundheitsdienst (BGD) rät, jetzt mit der 2. Ameisensäure-Behandlung zu beginnen. Sollten Sie statt der 1. Sommerbehandlung einen Brutstopp gemacht oder eine Fangwabe eingesetzt haben, ersetzt dies nicht die 2. Ameisensäure-Behandlung. Nur mit letzterer ist sichergestellt, dass Sie die Milbenpopulation bis zur Winterbehandlung im Griff haben. Die zweite Sommerbehandlung ist übrigens auch für Jungvölker Pflicht.

Bringen Sie den Dispenser am besten frühmorgens in die Völker, wenn’s draussen noch kühl ist. Schliessen Sie nach Abschluss der Behandlung die Auffütterung für den Winter ab.

Weiterführende Informationen unter www.bienen.ch/merkblatt in folgenden BGD-Merkblättern:

  • 1.2.1. – 1.2.5. Varroa-Sommerbehandlung
  • 4.2. Fütterung

Der Bienengesundheitsdienst berät Sie gerne über die Gratisnummer 0800 274 274 (Montag bis Freitag, 8 - 16.30 Uhr) oder via E-Mail an infoapiservice.ch.

5.9.2017: Lesetipp "Königinnenzucht und Genetik"
Königinnenzucht und Genetik      Königinnenzucht und Genetik, Eigil Holm.
Buschhausen Druck und Verlagshaus,
120 Seiten, 2017.
ISBN: 978-3-946030-48-5

       

Züchter von Bienenköniginnen benötigen ein Handbuch, das die Grundlagen ihrer Arbeit beschreibt. Diese kann nur gelingen, wenn die Techniken der Königinnenzucht und die Beurteilungen der Resultate im Rahmen von Prüfständen beherrscht werden. Auch Kenntnisse über die Genetik von Bienen müssen vorhanden sein, um den Fortbestand und die Optimierungen von Bienenvölkern zu gewährleisten. Ziel dieses Buches ist es, die – praktisch veranlagten – Züchter von Königinnen dabei zu unterstützen.

Die Erstausgabe dieses Buches wurde 1995 auf dänisch verfasst und erschien 1997 in einer deutschen Ausgabe. Nachdem das Genom von Bienen im Jahre 2006 beschrieben und die Methoden der Beobachtung von Rassen und Ökotypen durch die Verwendung von Mikrosatelliten entwickelt worden sind, war eine Neuausgabe angesagt. Diese ist 2009 auf dänisch veröffentlicht und zur gleichen Zeit für den englischsprachigen Raum übersetzt worden.

Aufgrund neuer Erkenntnisse und Entwicklungen in der Bienenhaltung - speziell in der Kombinationszucht zur Selektion und Verbesserung von Eigenschaften - hielt der Autor dieses Buches, Eigil Holm, eine Überarbeitung der früheren deutschsprachigen Ausgabe auf der Grundlage der englischen Ausgabe für sinnvoll.

Unser Urteil: Absolut lesenswert!

26.8.2017: Tipps gegen die Wespenplage

Der Bienengesundheitsdienst (BGD) meldet, dass über seine Telefon-Hotline einige Anrufe besorgter Imker zu Wespenplagen eingegangen sind. Nicht nur die Wespenvölker, sondern auch deren Futterbedarf, seien zur jetzigen Jahreszeit am grössten. Dies sei dann auch der Grund für die vermehrten Angriffe auf Bienenvölker, so die Erklärung des BGD.

Bedrohen Wespen die Honigbienen an Ihrem Standort, haben Sie folgende Handlungs-Möglichkeiten:

  • Flugloch einengen.
    (Achtung: nicht während der Ameisensäure-Behandlung)
  • Bei massiven Angriffen oder Raub: Magazine am besten an einen anderen Standort stellen. Beim Schweizerkasten bleibt leider oft nur der Verbleib an Ort und Stelle.

Abgesehen davon, sind laut Angaben des BGD gesunde und starke Völker der beste Schutz vor Schäden durch Wespen. Daher sei auf eine konsequente Völkerbeurteilung und Selektion der Bienenvölker am eigenen Stand zu achten (siehe BGD-Merkblatt 4.7. unter www.bienen.ch/merkblatt). Auf Wespen-Fallen sei zu verzichten, da diese einerseits nicht genügend wirksam seien, andererseits zusätzliche Räuber anlockten sowie auch Nützlinge wie die Honigbiene töten würden.

Wenn Insekten Ihre Völker bedrohen sollten, empfiehlt der BGD, sich diese genauer anzuschauen, damit die asiatische Hornisse (Vespa velutina) ausgeschlossen werden kann. Die Vespa velutina sei insbesondere im Herbst am aktivsten. Bisher wurde sie in der Schweiz erst einmal gesichtet (im Frühling 2017 im Jura).

Vespa velutina (Draufsicht und Vorderansicht) und Nest der asiatischen Hornisse
Vespa velutina (Draufsicht und Vorderansicht) sowie Nest der asiatischen Hornisse

Im Verdachtsfall fotografieren Sie diese bitte (mit dem Handy oder einem Fotoapparat) und schicken die Bilder mit genauer Angabe zu Sichtungsort und –datum zur weiteren Abklärung umgehend an die E-Mail-Adresse des BGD (info@apiservice.ch). So die Bildqualität es zulässt, veranlasst der BGD die Bestimmung des Insekts. Allfällige verdächtige tote Hornissen, schicken Sie bitte in einer Kartonschachtel verpackt per A-Post an den BGD (Bienengesundheitsdienst BGD, Schwarzenburgstrasse 161, 3003 Bern). Der BGD hält Sie selbstverständlich über das Ergebnis der Abklärungen auf dem Laufenden.

Vernichten Sie selber keinesfalls verdächtige Nester. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird die zuständige kantonale Amtsstelle die nächsten Schritte einleiten.

Für die asiatische Hornisse gelten übrigens die gleichen Empfehlungen, wie für die Wespe: gesunde/starke Bienenvölker, keine Fallen (siehe apiservice-Merkblatt 2.7. unter www.bienen.ch/merkblatt).

13.7.2017: Zeit für die Ameisensäure-Behandlung

Nach der Honigernte, spätestens Ende Juli, ist es Zeit für die erste Sommerbehandlung mit Ameisensäure. Eine frühzeitige und der Volksstärke angepasste Behandlung ist für die Gesundheit der Winterbienen, welche im August und September schlüpfen, entscheidend.

Merkblätter für die Durchführung verschiedener Behandlungsmethoden, welche vom Bienengesundheitsdienst (BGD) erstellt worden sind, finden Sie zum Herunterladen unter www.bienen.ch/varroa.

Der Bienengesundheitsdienst (BGD) der apiservice gmbh berät Sie auch gerne über die Gratisnummer 0800 274 274 (Montag bis Freitag, 8 - 16.30 Uhr) oder via E-Mail an infoapiservice.ch.

2.4.2017: Frühjahrskontrolle durchführen

Bei der Durchsicht der Völker sind im Frühling gemäss Meldung des VDRB vom 30.3.2017 insbesondere die Gesundheit der Brut und die Futtervorräte zu beurteilen. Auch die Selektion ist jetzt wichtig.

Die Brutkontrolle ist eine der wichtigsten Massnahmen, um Krankheiten in einem frühen Stadium zu erkennen.

Verfügen Ihre Völker nicht über ausreichend Futtervorräte, ersetzen Sie leere Futterwaben durch volle (direkt ans Brutnest geben). Stehen keine Reserve-Futterwaben zur Verfügung, legen Sie ein umgedrehtes Glas betriebseigenen Honigs oder Futterteig direkt auf die Wabenschenkel.

Mit der Völkerbeurteilung und -auslese (Selektion) identifizieren Sie schwächliche Völker. Da diese Serbel ein Herd für Krankheitserreger sind, müssen sie möglichst rasch abgeschwefelt werden. Bei Verdacht auf Faul- oder Sauerbrut ist vorher unbedingt der Bieneninspektor beizuziehen. Kleine, aber vitale Völker (Volk mit Zukunft) werden vereinigt. Nachfolgende Tabelle hilft Ihnen bei der Beurteilung:

Weitere Informationen finden Sie in folgenden den Merkblättern des Bienengesundheitsdienstes BGB:

14.3.2017: Frühlingserwachen

Die Tage werden spürbar länger, die Kraft der Sonne immer stärker. Die Natur erwacht. Hasel, Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse blühen bereits: Erste Tupfer der bevorstehenden Farben- und Blütentracht. Diesen Prozess des «Frühlingserwachens» - im Zeitraffer eingefangen und fein mit Musik unterlegt - zeigen folgende Aufnahmen des polnischen Dokumentarfilmers Artur Homan in beeindruckender Schönheit.

31.1.2017: Fluglöcher beobachten

Wegen einer zu hohen Varroabelastung beim Einwintern, haben bereits einige Imker Bienenvölker verloren.

Bitte beobachten Sie die Fluglöcher Ihrer Beuten, sobald der Bienenflug einsetzt. Tut sich bei einem Volk nichts, öffnen Sie dieses und prüfen, ob die Bienen tatsächlich tot sind. Bestätigt sich die Befürchtung, schliessen Sie sofort die betreffenden Fluglöcher, um Raub zu vermeiden.

Damit Sie sicher sind, dass Ihre Völker einem zu hohen Varroadruck zum Opfer gefallen sind, empfiehlt der Bienengesundheitsdienst (BGD) das Auswaschen der toten Bienen.

 

Weitere Informationen:

10.12.2016: Winterbehandlung

Wegen des frühen Kälteeinbruchs sind die meisten Völker bereits brutfrei. Wenn sich dies bei Durchsicht Ihrer Beuten bestätigt, empfehlen wir, jetzt die Oxalsäure-Winterbehandlung durchzuführen. Je nach Wetterentwicklung ist es nämlich gut möglich, dass ein Teil der Völker im Dezember bereits wieder Brut anlegt.

6.12.2016: Bienen-Teenager beschleunigen das Altern der Älteren

Bern, 06.12.2016 - Honigbienen-Völker sind komplexe Gesellschaften, in denen die Arbeit nicht zentral verteilt wird. Wie genau diese Arbeitsaufteilung erfolgt, ist immer noch wenig bekannt. Ein Forschungsteam vom Zentrum für Bienenforschung von Agroscope und dem Institut für Bienengesundheit der Universität Bern hat entdeckt, dass junge Bienen diesen Prozess beeinflussen. Sie veranlassen die älteren Bienen dazu, Aufgaben ausserhalb des Nestes zu übernehmen, und reduzieren so drastisch deren Lebenserwartung.

In den Völkern der Honigbiene, der Apis mellifera, legt eine einzelne Königin Tausende von Eiern aus denen später die Arbeiterinnen schlüpfen. Alle diese Arbeiterinnen führen Aufgaben durch, die für die Instandhaltung der Völker notwendig sind. In jungem Alter pflegen sie die Brut, später bauen und verteidigen Sie das Nest. Gegen Ende ihres Lebens verlassen sie den sicheren Bienenstock, um Futter für die Völker zu sammeln. Dieser wichtige Wechsel zur Sammeltätigkeit beschleunigt aber das Altwerden, da die Sammelbienen während der Futtersuche einer grossen Auswahl von Gefahren wie Krankheiten, Räuber und ungünstigen Wettereinflüssen ausgesetzt sind.

Trotz ihres Namens entscheidet nicht die Königin, wer was zu tun hat im Bienenvolk. Wie genau die Arbeit zwischen den Schwesterbienen aufgeteilt ist, ist noch grösstenteils unbekannt. Frühere Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass die Aufgabenaufteilung auf der Kommunikation zwischen der Königin, der Brut und den Arbeiterinnen basiert. Zum Beispiel reduziert die Präsenz von älteren Sammelbienen die Wahrscheinlichkeit, dass jüngere Bienen den Stock zur Futtersuche verlassen. Es ist auch bekannt, dass die Präsenz von Brut (Larven) die Lebenserwartung der erwachsenen Bienen reduziert, da die für die Brut sorgen und Futter sammeln müssen. Diese Erkenntnisse wurden durch Experimente erlangt, in denen die Larven experimentell entfernt wurden. Da mit den Larven auch die jungen erwachsenen Bienen entfernt wurden, konnte somit ein möglicher Einfluss der jungen Bienen nicht untersucht werden.

„Durch eine experimentelle Trennung der Effekte von Larven und jungen erwachsenen Bienen auf das restliche Bienenvolk konnten wir zum ersten Mal die Rolle beider Faktoren auseinander halten“ sagt Vincent Dietemann von Agroscope. “Wir konnten zeigen, dass sowohl die Präsenz von Brut als auch die von jungen erwachsenen Bienen die Lebenserwartung der älteren Bienen deutlich reduzieren“ erklärt der Erstautor Michael Eyer von Agroscope und dem Institut für Bienengesundheit. Die neu entdeckte Rolle der jungen Arbeiterinnen für die soziale Organisation von Honigbienenvölkern erweitert unser Wissen, wie die Altersverteilung in Völkern funktioniert. “Durch diese soziale Regulierung des Sammelverhaltens, könnten sich Bienenvölker schnell an ändernde Umwelteinflüsse anpassen„, führt Ko-Autor Peter Neumann vom Institut für Bienengesundheit aus.

Verständnis von Insektenstaaten, Alterung und Signifikanz für Imkerei

Diese Ergebnisse sind ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der Organisation von sozialen Insektenstaaten, was die technologischen Innovationen zum Beispiel in der Robotik inspirieren kann. Des Weiteren, liefern die Ergebnisse auch Informationen zu Alterungsprozessen, ausserhalb von sozialen Insekten. Honigbienen dienen nämlich auch als Modellsystem der Altersforschung für andere Organsimen, wie beispielsweise auch beim Menschen. Die erlangten Kenntnisse dienen auch der imkerlichen Praxis, die manchmal die Entfernung der Brut und von jungen Arbeiterinnen erfordert, z.B. vor einer Behandlung gegen die Varroa Milbe (Varroa destructor). Durch diesen Entzug verlängert sich die Lebenserwartung der Arbeiterinnen, was den Kolonien erlaubt, dies zu kompensieren und weiter zu funktionieren.

Zitierung des Artikels

Social regulation of ageing by young workers in the honey bee, Apis mellifera;  Experimental Gerontology: Volume 87, Part A, January 2017, Pages 84–91; Michael Eyer, Benjamin Dainat, Peter Neumann, Vincent Dietemann
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0531556516305125

Diese Studie wurde finanziell durch die Stiftung Sur-La-Croix, die Stiftung Vinetum und Agroscope unterstützt und von Forschenden von Agroscope (Schweizer Zentrum für Bienenforschung, Schweizerische Eidgenossenschaft) und von der Universität Bern, Schweiz (Institut für Bienengesundheit, Vetsuisse-Fakultät) durchgeführt.

 

Quelle und weitere Informationen:

Pressemitteilung der Universität Bern und Agroscope vom 6.12.2016

5.9.2016: Varroa Befallskontrollbogen

Bestimmung der Milbenzahl auf Bienen durch Puderzuckermethode oder Auswaschen.

Kontrollbogen

Der Verein

Der Verein Schweizerische Carnicaimker-Vereinigung bezweckt die Haltung und Förderung der Carnica-Bienenzucht.

Kontakt

Andreas Pfister
Via Hans Erni 13
CH - 7130 Ilanz

Tel. +41(0)81 936 30 70
Handy +41(0)79 350 64 84

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