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13.7.2017: Zeit für die Ameisensäure-Behandlung

Nach der Honigernte, spätestens Ende Juli, ist es Zeit für die erste Sommerbehandlung mit Ameisensäure. Eine frühzeitige und der Volksstärke angepasste Behandlung ist für die Gesundheit der Winterbienen, welche im August und September schlüpfen, entscheidend.

Merkblätter für die Durchführung verschiedener Behandlungsmethoden, welche vom Bienengesundheitsdienst (BGD) erstellt worden sind, finden Sie zum Herunterladen unter www.bienen.ch/varroa.

Der Bienengesundheitsdienst (BGD) der apiservice gmbh berät Sie auch gerne über die Gratisnummer 0800 274 274 (Montag bis Freitag, 8 - 16.30 Uhr) oder via E-Mail an infoapiservice.ch.

2.4.2017: Frühjahrskontrolle durchführen

Bei der Durchsicht der Völker sind im Frühling gemäss Meldung des VDRB vom 30.3.2017 insbesondere die Gesundheit der Brut und die Futtervorräte zu beurteilen. Auch die Selektion ist jetzt wichtig.

Die Brutkontrolle ist eine der wichtigsten Massnahmen, um Krankheiten in einem frühen Stadium zu erkennen.

Verfügen Ihre Völker nicht über ausreichend Futtervorräte, ersetzen Sie leere Futterwaben durch volle (direkt ans Brutnest geben). Stehen keine Reserve-Futterwaben zur Verfügung, legen Sie ein umgedrehtes Glas betriebseigenen Honigs oder Futterteig direkt auf die Wabenschenkel.

Mit der Völkerbeurteilung und -auslese (Selektion) identifizieren Sie schwächliche Völker. Da diese Serbel ein Herd für Krankheitserreger sind, müssen sie möglichst rasch abgeschwefelt werden. Bei Verdacht auf Faul- oder Sauerbrut ist vorher unbedingt der Bieneninspektor beizuziehen. Kleine, aber vitale Völker (Volk mit Zukunft) werden vereinigt. Nachfolgende Tabelle hilft Ihnen bei der Beurteilung:

Weitere Informationen finden Sie in folgenden den Merkblättern des Bienengesundheitsdienstes BGB:

14.3.2017: Frühlingserwachen

Die Tage werden spürbar länger, die Kraft der Sonne immer stärker. Die Natur erwacht. Hasel, Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse blühen bereits: Erste Tupfer der bevorstehenden Farben- und Blütentracht. Diesen Prozess des «Frühlingserwachens» - im Zeitraffer eingefangen und fein mit Musik unterlegt - zeigen folgende Aufnahmen des polnischen Dokumentarfilmers Artur Homan in beeindruckender Schönheit.

31.1.2017: Fluglöcher beobachten

Wegen einer zu hohen Varroabelastung beim Einwintern, haben bereits einige Imker Bienenvölker verloren.

Bitte beobachten Sie die Fluglöcher Ihrer Beuten, sobald der Bienenflug einsetzt. Tut sich bei einem Volk nichts, öffnen Sie dieses und prüfen, ob die Bienen tatsächlich tot sind. Bestätigt sich die Befürchtung, schliessen Sie sofort die betreffenden Fluglöcher, um Raub zu vermeiden.

Damit Sie sicher sind, dass Ihre Völker einem zu hohen Varroadruck zum Opfer gefallen sind, empfiehlt der Bienengesundheitsdienst (BGD) das Auswaschen der toten Bienen.

 

Weitere Informationen:

10.12.2016: Winterbehandlung

Wegen des frühen Kälteeinbruchs sind die meisten Völker bereits brutfrei. Wenn sich dies bei Durchsicht Ihrer Beuten bestätigt, empfehlen wir, jetzt die Oxalsäure-Winterbehandlung durchzuführen. Je nach Wetterentwicklung ist es nämlich gut möglich, dass ein Teil der Völker im Dezember bereits wieder Brut anlegt.

6.12.2016: Bienen-Teenager beschleunigen das Altern der Älteren

Bern, 06.12.2016 - Honigbienen-Völker sind komplexe Gesellschaften, in denen die Arbeit nicht zentral verteilt wird. Wie genau diese Arbeitsaufteilung erfolgt, ist immer noch wenig bekannt. Ein Forschungsteam vom Zentrum für Bienenforschung von Agroscope und dem Institut für Bienengesundheit der Universität Bern hat entdeckt, dass junge Bienen diesen Prozess beeinflussen. Sie veranlassen die älteren Bienen dazu, Aufgaben ausserhalb des Nestes zu übernehmen, und reduzieren so drastisch deren Lebenserwartung.

In den Völkern der Honigbiene, der Apis mellifera, legt eine einzelne Königin Tausende von Eiern aus denen später die Arbeiterinnen schlüpfen. Alle diese Arbeiterinnen führen Aufgaben durch, die für die Instandhaltung der Völker notwendig sind. In jungem Alter pflegen sie die Brut, später bauen und verteidigen Sie das Nest. Gegen Ende ihres Lebens verlassen sie den sicheren Bienenstock, um Futter für die Völker zu sammeln. Dieser wichtige Wechsel zur Sammeltätigkeit beschleunigt aber das Altwerden, da die Sammelbienen während der Futtersuche einer grossen Auswahl von Gefahren wie Krankheiten, Räuber und ungünstigen Wettereinflüssen ausgesetzt sind.

Trotz ihres Namens entscheidet nicht die Königin, wer was zu tun hat im Bienenvolk. Wie genau die Arbeit zwischen den Schwesterbienen aufgeteilt ist, ist noch grösstenteils unbekannt. Frühere Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass die Aufgabenaufteilung auf der Kommunikation zwischen der Königin, der Brut und den Arbeiterinnen basiert. Zum Beispiel reduziert die Präsenz von älteren Sammelbienen die Wahrscheinlichkeit, dass jüngere Bienen den Stock zur Futtersuche verlassen. Es ist auch bekannt, dass die Präsenz von Brut (Larven) die Lebenserwartung der erwachsenen Bienen reduziert, da die für die Brut sorgen und Futter sammeln müssen. Diese Erkenntnisse wurden durch Experimente erlangt, in denen die Larven experimentell entfernt wurden. Da mit den Larven auch die jungen erwachsenen Bienen entfernt wurden, konnte somit ein möglicher Einfluss der jungen Bienen nicht untersucht werden.

„Durch eine experimentelle Trennung der Effekte von Larven und jungen erwachsenen Bienen auf das restliche Bienenvolk konnten wir zum ersten Mal die Rolle beider Faktoren auseinander halten“ sagt Vincent Dietemann von Agroscope. “Wir konnten zeigen, dass sowohl die Präsenz von Brut als auch die von jungen erwachsenen Bienen die Lebenserwartung der älteren Bienen deutlich reduzieren“ erklärt der Erstautor Michael Eyer von Agroscope und dem Institut für Bienengesundheit. Die neu entdeckte Rolle der jungen Arbeiterinnen für die soziale Organisation von Honigbienenvölkern erweitert unser Wissen, wie die Altersverteilung in Völkern funktioniert. “Durch diese soziale Regulierung des Sammelverhaltens, könnten sich Bienenvölker schnell an ändernde Umwelteinflüsse anpassen„, führt Ko-Autor Peter Neumann vom Institut für Bienengesundheit aus.

Verständnis von Insektenstaaten, Alterung und Signifikanz für Imkerei

Diese Ergebnisse sind ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der Organisation von sozialen Insektenstaaten, was die technologischen Innovationen zum Beispiel in der Robotik inspirieren kann. Des Weiteren, liefern die Ergebnisse auch Informationen zu Alterungsprozessen, ausserhalb von sozialen Insekten. Honigbienen dienen nämlich auch als Modellsystem der Altersforschung für andere Organsimen, wie beispielsweise auch beim Menschen. Die erlangten Kenntnisse dienen auch der imkerlichen Praxis, die manchmal die Entfernung der Brut und von jungen Arbeiterinnen erfordert, z.B. vor einer Behandlung gegen die Varroa Milbe (Varroa destructor). Durch diesen Entzug verlängert sich die Lebenserwartung der Arbeiterinnen, was den Kolonien erlaubt, dies zu kompensieren und weiter zu funktionieren.

Zitierung des Artikels

Social regulation of ageing by young workers in the honey bee, Apis mellifera;  Experimental Gerontology: Volume 87, Part A, January 2017, Pages 84–91; Michael Eyer, Benjamin Dainat, Peter Neumann, Vincent Dietemann
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0531556516305125

Diese Studie wurde finanziell durch die Stiftung Sur-La-Croix, die Stiftung Vinetum und Agroscope unterstützt und von Forschenden von Agroscope (Schweizer Zentrum für Bienenforschung, Schweizerische Eidgenossenschaft) und von der Universität Bern, Schweiz (Institut für Bienengesundheit, Vetsuisse-Fakultät) durchgeführt.

 

Quelle und weitere Informationen:

Pressemitteilung der Universität Bern und Agroscope vom 6.12.2016

5.9.2016: Varroa Befallskontrollbogen

Bestimmung der Milbenzahl auf Bienen durch Puderzuckermethode oder Auswaschen.

Kontrollbogen

Der Verein

Der Verein Schweizerische Carnicaimker-Vereinigung bezweckt die Haltung und Förderung der Carnica-Bienenzucht.

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